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Die Braunfleckenkrankheit der Föhre

Eine auffällige Nadelschütte an Föhren wird durch den Nadelpilz Lecanosticta acicola, dem Erreger der Braunfleckenkrankheit, hervorgerufen. Der eingeschleppte und Wärme liebende Pilz muss bekämpft werden. Befallen werden nahezu sämtliche Föhrenarten.

Besonders gefährdet sind junge Föhren. Sie werden schnell unansehnlich und können absterben.

Symptome

Auf den ein- und mehrjährigen grünen Nadeln entwickeln sich im Frühjahr etwa 1 bis 2 mm grosse braune Flecken mit gelbem Rand und einem schwarzen Pilzfruchtkörper im Zentrum. Befallene Nadeln verfärben sich braun und fallen vorzeitig ab. Auffällige Befallsbilder entwickeln sich von Mai bis Juni. Dann ist bei stark befallenen Bergföhren nur der frisch ausgetriebene, jüngste Nadeljahrgang noch grün. Werden etwa zwei Monate später die braunen Nadeln geschüttet, deutet im Sommer einzig die schüttere Benadelung noch auf einen heftigen Befall durch die Braunfleckenkrankheit hin. Frühe Infektionsstadien können mit Einstichstellen von Insekten verwechselt werden. Auch die physiologische Nadelschütte im Herbst sowie andere Nadelschüttepilze verursachen ähnliche Krankheitsbilder.

Quelle: die Gärtner-Fachzeitschrift 5/2011

Im Mai / Juni sind stark befalle Berföhren gut zu erkennen.