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Japanischer Staudenknöterich

Woher kommt er?

Der Japanische Staudenknöterich kommt aus Asien und wurde 1823 als Zier- und Futterpflanze in Europa eingeführt. Er wurde anschliessend in Gärten angepflanzt, wo er sich schnell angepasst hat. Seit 1950 hat sich die Art in der Schweiz stark ausgebreitet, insbesondere auf Uferböschungen an Fliessgewässern.

Wo findet man ihn?

Den Japanischen Staudenknöterich findet man vor allem in der Nähe von Wasserläufen, doch auch am Waldrand, in Hecken, auf Strassen- und Bahnböschungen sowie auf Deponien. Er kommt heute in der ganzen Schweiz vor, vom Flachland bis ins Gebirge.

Welche Gefahren?

  • Verlust der biologischen Vielfalt: Dank seiner unterirdischen Vermehrung und seines schnellen Wachstums überdeckt und verdrängt der Japanische Staudenknöterich alle anderen Pflanzen.
  • Erosionsgefahr: Besonders im Winter, wenn die oberirdischen Teile der Pflanze absterben.
  • Schäden an Bauwerken: Entlang von Fliessgewässern, Strassen oder in der Nähe von Gebäuden, aufgrund der starken Wurzeln, welche Wände oder Fahrbahnen beschädigen können.

Charakteriserung

Wissenschaftlicher Name

Reynoutria japonica (oder Fallopia japonica)

Familie

Knöterichgewächse (Polygonaceae)

Nationalität

japanisch, koreanisch und chinesisch

Blütezeit

Juli - September

Pflanzentyp

Staude (ausdauernd, krautige Pflanze)

Grösse

2 bis 3 m hoch

Stengel

hohl, knorrig, gelb-grün, oft rot getönt

Blätter

oval, quadratisch an der Basis und spitz am Ende (5 bis 20 cm lang)

Blüten

zweihäusig (männliche und weibliche Blüten auf verschiedenen Individuen) mit vielen kleinen, weissen Blüten

Probleme gibt es auch

mit dem Riesen-Knöterich (R. sachalinensis) und dem Flieder-Knöterich (Polygonum polysachyum)


Wie handeln?

  • Die betroffene Fläche zweimal im Jahr mähen (im Juni und im Herbst), wobei man sorgfältig darauf achten muss, das ganze Pflanzenmaterial wegzuräumen.
  • Potentielle Vorkommen regelmässig kontrollieren.
  • Kein Erdmaterial verteilen, welches Wurzeln des Staudenknöterichs enthalten könnte.
  • Mit dem Hausmüll entsorgen oder in eine professionelle Grüngutverwertungsanlage bringen.
  • Chemische Bekämpfung ist möglich, jedoch nur mit einer Spezialbewilligung und nach dem ersten Mähen.
  • Jegliche Nutzung der Pflanze und der Handel mit ihr sind durch die Freisetzungsverordnung (FrSV) verboten.
  • Vorkommen der Art der Dienststelle für Wald und Landschaft melden (Online-Formular unter www.vs.ch/sfp> nützliche Formulare und Dokumente> Natur und Landschaft)

Zusätzliche Informationen

Dienststelle für Wald und Landschaft, Sektion Natur und Landschaft
Gebäude Mutua, 1951 Sitten
027 606 32 21, michele.burgeneradmin.vs.ch
www.vs.ch/sfp                                 www.energie-umwelt.ch

www.cps-skew.ch                            ressources.renouees.free.fr