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Ambrosia

Woher kommt sie?

Diese Art stammt aus Nordamerika. Wahrscheinlich wurde sie vor 150 Jahren mit Getreidesaatgut und Klee in Europa eingeführt. In der Schweiz wurde sie teils auch mit Vogelfutter-Körnermischungen eingeführt. Seit Anfang 2005 werden Körnermischungen auf Ambrosiasamen geprüft.

Wo findet man sie?

Seit 1999 nimmt die Ausbreitung dieser Pflanze enorm zu, vor allem in den Kantonen Genf und Tessin und seit kurzem auch in den Kantonen Waadt und Wallis. Sie bevorzugt warme, trockene und nährstoffreiche Böden sowie schwach bewachsene Gebiete wie Brachen, Böschungen, Beete, Schuttablagerungen, Wegränder und Kiesgruben. Sie ist bis ungefähr 1'600 m ü. M. anzutreffen.Welche Gefahren?

  • Gesundheitsgefährdung: schwere Allergien (Schnupfen, Bindehautentzündung, Hautausschläge, Ekzeme oder Asthma) werden auf Grund ihrer Pollen verursacht (zwischen August und Oktober) oder selten auch durch direkten Kontakt.
  • Probleme für die Landwirtschaft: Die Pflanze ist ein gefürchtetes Unkraut in Frühjahreskulturen und in Brachen.
  • Gefahren für die Umwelt: Aufgrund des starken Expansionsdranges verdrängt sie einheimische Arten und kann das natürliche Gleichgewicht stören.

Charakterisierung

Wissenschaftlicher Name

Ambrosia artemisiifolia

Familie

Korbblüter (Asteracae)

Nationalität

amerikanisch

Blütezeit

Juli - Oktober

Pflanzentyp

Staude (krautige Pflanze) 20 bis 120 cm hoch

Stengel

aufrecht, rötlich, behaart, robust und stark verzweigt Blätter gezackt, auf beiden Seiten grün und weiss gerippt, im oberen Teil alternierend

Blüten

Längliche Blütenstände

Früchte

glockenförmige Samen von Dornen umgeben (zwischen 3'000 und 60'000 Samen pro Pflanze)

Nicht zu verwechseln

mit dem Beifuss (Artemisia vulgaris) und mit dem Wermutkraut (Artemisia verlotiorum): Die Blätter sind weniger gezackt und unterseits eisslich


Wie handeln?

  • Beim Umgang mit der Pflanze sollte man sich mit Handschuhen, einer Schutzmaske und mit einer Schutzbrille ausrüsten.
  • Pflanzen wenn möglich vor der Blütezeit ausreissen.
  • Bei grossen Beständen die Blütenstände vor der Blütenbildung (Mitte September) abschneiden.
  • Potentielle Vorkommen regelmässig kontrollieren.
  • In gefährdeten oder bereits befallenen Gebieten einheimische Pflanzen sähen oder pflanzen.
  • Pflanzen nicht kompostieren! Die ganze Pflanze ist mit dem Haushaltskehricht zu entsorgen.
  • Jegliche Nutzung der Pflanze und der Handel mit ihr sind gemäss der Freisetzungsverordnung (FrSV) verboten.
  • Vorkommen der Art der Dienststelle für Wald und Landschaft melden (Online-Formular unter www.vs.ch/sfp> nützliche Formulare und Dokumente> Natur und Landschaft)

Zusätzliche Informationen
Dienststelle für Wald und Landschaft, Sektion Natur und Landschaft
Gebäude Mutua, 1951 Sitten
027 606 32 21, michele.burgener@admin.vs.ch

www.vs.ch/sfp

www.energie-umwelt.ch

wvvw.cps-skew.ch

www.ambrosia.ch