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Trends bei den Zier- und Alleebäumen

Bei den Zier- und Alleebäumen wurden nicht primär Neuheiten, sondern auch "alte" Bekannte, aber in Vergessenheit geratene Arten und Sorten präsentiert. Lars Schäfer, verantwortlich für die Freilandbaumschule, erklärt: "Es geht uns darum, Gehölze, die aus unserer Sicht viel zu selten Verwendung finden, neu zu lancieren." Im Zuge der Klimaveränderungen sei es wichtig, den neu entstandenen Anforderungen gerecht zu werden.

Als einen idealen Strassenbaum erwähnt Schäfer etwas die Zerr-Eiche (Quercus cerris), die äusserst Trockenheits- und Kälteresistent sei, Temperaturschwakungen gut ertrage und keinen Mehltau habe. Für Pflanzungen in den Städten sei überdies Zelkova serrata 'Urban Ruby', die Japanische Ulme, vorzüglich geeignet. Im Herbst ist diese in apartes braumorange gekleidet. Als sehr gesund gilt der Eisenholzbaum Parrotia persica 'Vanessa'. Er besitzt eine elegante, kegelförmige Krone und wird 8 bis 10 m hoch. Er besticht mit seiner frühen, wenn auch relativ unscheinbaren Blüte im Februar / März und fällt mit einer feurigen Herbstfärbung auf.

Viel zu selten wird gemäss Schäfer die Tilia henryana gepflanzt. Die bewimperten Blätter und der intensive Duft der Blüten machen sie zum attraktiven Solitär für Park und Gärten. Mit der späten Blüte von August bis September hebt sie sich von andren Gehölzen ab. Stiefmütterlich werde Pyrus salicifolius 'Pendula' (Weidenblättrige Birne) behandelt. Dabei sei sie mit ihrem breit überhängenden Wuchs und den silbrigweissen Blättern eine Augenweide und ein idealer Solitär-Zierbaum für den Garten.

Quelle: der gartenbau 40/2011

Guter Stadtbaum: Zelkova serrate 'Green Vase'
Bewimperte Blätter, duftende Blüten: Tilia henryana
Äusserst robust, idealer Strassenbaum: Quercus cerris