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Woran erkenne ich, welche Pflanzen wirklich tot sind

Frostschäden

Die aussergewöhnliche Kältewelle im Februar hat bei vielen Pflanzen Frostschäden verursacht. Gelitten haben immergrüne Pflanzen wie Buchs, Bambus und Kirschlorbeer. Die Blätter sind braun geworden. Normalerweise erholen sich die Pflanzen wieder. Trotzdem: Pflanzen beobachten und bei der Regeneration unterstützen.

Kirschlorbeer
Abwarten, bis der Kirschlorbeer neu austreibt. Dann die abgestorbenen Zweige abschneiden.

Bambus
Wenn der ganze Halm - und nicht nur die Blätter - bis zur Basis am Boden braun ist, ist dieser Austrieb der Pflanze erfroren und muss entfernt werden. Wenn der Halm noch grün ist, nur die Blätter braun sind, abwarten, bis der Bambus neu austreibt. Dann die abgestorbenen Blätter entfernen.

Buchs
Austriebe, die dürr und braun sind, zurückschneiden. Erst abscheiden, wenn die Pflanze wieder neu austreibt.
Wichtig: Pflanzen düngen und gut wässern. 

Rasen

Mährückstände, Moos und abgestorbene Wurzeln bilden im Rasen eine dichte Filzschicht, die verhindert, dass die Grünfläche mit Wasser, Luft und Nährstoffen versorgt wird. Mit einem Vertikutiergerät wird die Filzschicht herausgekämmt. Diese Behandlung fördert das Wachstum der Gräser. Vertikutiergeräte gibts im Fachhandel zu kaufen oder zu mieten.
Wichtig: Rasen nur vertikutieren, wenn der Boden leicht feucht ist, die Oberfläche aber trocken. Der Boden darf aus keinen Fall gefroren sein.

Pflanzenrabatten

Stauden wie Pfingstrosen, Glockenblumen, Sonnenhut und Gehölze wie Flieder, Hortensien und Forsythien kontrollieren, altes Laub und abgestorbene Äste entfernen. Gräser, die im Herbst zusammengebunden wurden (Pampagrass, Federborstengras) aufbinden, braune Halme zurückschneiden. Bodenerde mit einer Harze auflockern, Langzeitdünger streuen.
Wichtig:
Pflanzen, die schon ausgetrieben haben, sorgfältig behandeln. Die Neuaustriebe sind fragil, brechen schnell ab. 

Rosen

Auch sie haben unter dem Februar-Frost gelitten. Erfrorene Triebe wegschneiden, eine frische Schicht Gartenerde auf die Beete verteilen, düngen und leicht wässern.

Schädlinge

Dickmaulrüssler:
Der schwarze Käfer (ca. 1 ½ Zentimeter lang) mag Pflanzen mit dicken, harten Blättern wie Kirschlorbeer, Efeu und Rhododendron. Im Larvenstadium frisst er die Wurzeln, als Käfer die Blätter. Der Dickmaulrüssler ist nachtaktiv.

Bekämpfung
Streugranulat Actara G über die Erdoberfläche verteilen oder Insektizid spritzen oder giessen.

Buchsbaumzünsler
Die bis zu fünf Zentimeter langen Raupen sind der grösste Schädling für den Buchsbaum. Sie leben im Innern des Buchs, können ihn kahl fressen. Sind die Falter geschlüpft, legen sie Eier in die benachbarten Buchsbäume. Der Kreislauf beginnt von vorne.

Bekämpfung
In den nächsten Tagen Insektizid spritzen. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten!

Blumen pflanzen

Jetzt ist es Zeit, Frühlingsblumen zu setzen. Die meisten Arten gibt es bereits angepflanzt in Plastiktöpfen: Viola (Dänkeli), Vergissmeinnicht und Müllerblümchen - oder Blumenzwiebeln für Tulpen, Narzissen und Krokusse. Blumen und Zwiebeln in Abständen von etwa zehn Zentimetern setzen.

Sommerblumen wie Löwenmäulchen, Ringelblumen oder schwarzäugige Susanne und Kräuter (Basilikum, Peterli, Dill) nun in der Wohnung in Saatschalen oder Töpfen ansäen. Mitte Mai, wenn die Nächte frostfrei sind, in den Garten umpflanzen.

Quelle: Blick, 14. April 2012

Kirschlorbeer
Bambus
Buchs